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Wieder
ist es Juni und Sebnitz steht vor der Tür, Auflage Nr.12. Eigentlich ist
ja die 13 die Glückszahl, aber ich glaube in diesem Jahr steht die 12 in
keinem guten Sternbild. Irgendwie nicht zum World - Cup anerkannt, fehlte
auch noch das Prädikat "Kader-Wettbewerb" so dass es am Anreiz für die
großen Stars in der Manege mangelte. Da sich aber noch ausreichend viele
Sportler finden, die Spaß haben wollen und die einen schönen Wettbewerb
schätzen, fand sich ein stattliches Völkchen in der Kunstblumenstadt ein,
um ihre Besten zu ermitteln. Und um es gleich vorweg zu nehmen, wer nicht
kam hat etwas verpasst - so einfach ist die ganze Sache.
Wir
waren wieder mit einer großen Schiedsrichter - und Auswertertruppe
angereist. Brigitte und Angelika an den Punktlisten, Alfred an den
Schwänzen, Mülli am Computer. Dazu 5 Combatpiloten Anja, Ronny, Patric,
Marat und Eugen bildeten das Bitterfelder Team. Holger konnte aus
Krankheitsgründen nicht und ich mußte nochmals weg und war so zum Tragen
der Verantwortung und zum Bierkonsum verdonnert.
Die
Eröffnung wie immer durch den Bürgermeister der Stadt Sebnitz Herrn Ruck,
der nach wie vor hinter dem Verein steht. Leider scheint es aber nicht
auszureichen, um sich gegen die Fußballerlobby durchzusetzen, denn auch in
diesem Jahr mußte der Kunstflug wieder am Sonnabend dem runden Leder
weichen. So ging es zum nächsten Ort, um dort auf dem Fußballplatz zwei
Runden zu fliegen. Leider waren nur 7 Kunstflieger angereist, von denen
nur 6 wirklich an den Start gingen. Sebnitz ist nach wie vor keine
Kunstfliegerhochburg. Stephan hatte seinen neuen Kunstflieger mitgebracht,
der vom Einfliegen bis zum Wettbewerb durch das ganze Programm musste. Er
flog auf Anhieb und bescherte einen ersten Platz vor Gunter und Ulrich.
Das
größte Feld in der Fuchsjagd - 20 Teilnehmer. Da es um keinerlei Punkte
ging, war der Spaß Kriterium Nummer 1. Viele faire Kämpfe, die nicht
vordergründig durch die Taktik bestimmt wurden, machten das Zuschauen zur
Freude. Natürlich wieder jede Menge Abrisse, mal quer durch die Manege,
mal in die Bäume. Gerade als ich am Sonnabend wieder auf dem Platz ankam,
berichtete man mir, dass sich Anjas Flieger in den Bäumen befände. Nicht
das irgend jemand denkt, dass das mein Töchterchen in irgend einer Form
seelisch beschwerte -
200 Eus in den Bäumen - phh ! Aber es gab ja genug Kavaliere der alten
Schule. Mit Steinschleuder bewaffnet durchlöcherte Alexander das Modell
mehrmals, ohne dass dieses seinen Platz vom Baum räumte. Ach ein Stein mit
angebundener Absperrleine gefährdete die Umstehenden mehr als das Modell.
So musste Georg ran. Mit großer Leiter und Routine rettete er das Modell
davor, Basis für ein Vogelnest zu werden und mich vor Neuinvestitionen in
der Ukraine. Meine Dank nochmals an Georg.
Im
Finale blieben dann noch Loet und Monique, beide mit zwei Leben. Material
sparend verzichteten sie auf eines davon und so kam es zum vorgezogenen
Show down. Wakkermänner und Frauen unter sich ! Eindeutiger Sieger
Monique. Bei den Speedis große
internationale Beteiligung. Aus den USA William Hughes, der mit einem
dritten Platz für die weite Fahrt belohnt wurde. Platz 1 fast im
Abonnement an Kalmar Sandor (HUN), der den Pokal nun behalten kann - wenn
er einen neuen mitbringt ! Platz zwei, auch das ist Gewohnheit der
Lokalmatador Peter Gründel. Last
not least Mannschaftsrennen. 3 Mannschaften kämpften wie wild um die
begehrten Finalplatzierungen. Darunter zwei neue
Teams.
Zahnarzt Steffen Richter fliegt nun mit Nikolei Teterjukov und das gar
nicht so schlecht ! Steffen Oelsner hatte sich auch einen neuen ( alten )
Piloten zugelegt - Thomas Dohnke.
In der ersten Rund dann drei Modelle
übereinander und crash bum bang. Der zweite Vorlauf lief fehlerfrei.
Steffen entschied sich wie weiland Schumacher zu einer Vier - Stop -
Strategie, die ihm die 100 Runden sicherten. Nikolei durfte zur Freude
aller Zuschauer eine halbe Runde zum neuen Landeplatz rennen, eine
Einlage, die man sonst nur zum MTR bewundern kann.
Dann
das Nerven zehrende Finale. Nach dem dritten Stopp in der 58 Runde ging
Dohnke/Oelsner nach dem Start gerade der Motor unplanmäßig aus, als
Richter/Teterjukov planmäßig ihr Modell abschalteten. Die Landung beider
Modelle erfolgte natürlich im Kreisinneren. Somit entschieden geflogene
Runden über die Platzierungen. Diese Erklärung nur, damit keiner bei den
Ergebnissen stutzt.
Die
Abende natürlich bei tschechischem Bier. Es gibt da gleich im ersten Ort
viele gute Gaststätten - wir waren am Freitag beim Mexikaner, wozu fährt
man auch nach Tschechien. Sonnabend war dann eine echte Dorfgaststätte
dran. Vom Outfit bestimmt gewöhnungs-bedürftig haben die dort eine Küche -
Leute, da muss ich die nächsten Tage wieder die Waage meiden !
Sonntag gegen 15 Uhr Siegerehrung - Novum zu dieser Zeit.
Nochmals recht herzlichen dank an die Mitglieder des Sebnitzer Vereins,
die sich viel Mühe gegeben haben, um diesen Wettbewerb zu organisieren. Im
August geht es dann nochmals nach Sebnitz, dann sind dort die Deutschen
Meisterschaften ! Also bis dann
Matthias

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