Ein alt ehrwürdiger Pokal - Pepinster Belgien mit erfreulichen Novitäten -
3 Damen und 4 Junioren im Kunstflug. Aber alles der Reihe nach. In der Kunstflugpokalserie der 5. Wettbewerb und der erste der Neuzeit nach Sebnitz. Aber wie es so eben ist, nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft und Pausen werden nicht gemacht. So traf sich ein unermüdliches Völkchen auf der Fesselfluganlage in Pepinster, um ihre Besten in den Klassen F2A, F2B und F2C zu ermitteln.

Frankreich war mit einer großen Hausmacht vertreten, aber auch für die deutschen Fesselflieger aus dem Kölner Raum ist das hier wie ein Heimspiel. Ansonsten Natürlich Teilnehmer aus der Schweiz, der Ukraine und England. Selbst ein Sportsfreund aus Australien hatte sich eingefunden, um gemeinsam mit Remi Beringer in der F2C zu starten. Wir hatten zugesagt - einmal, weil Brigitte als Punktrichter nominiert war und weil es uns zum anderen natürlich hier außerordentlich gut gefällt.

620 km sind natürlich auch ein ganz schöner Kanten, ließ sich aber recht gut fahren, so dass wir am Sonnabend bereits gegen 02.00 Uhr eintrafen. Bemüht, diesmal nicht die ganze Fesselflieger- gemeinde an unseren Aufbauarbeiten teilnehmen zu lassen wurde im Flüsterton aufgebaut, noch schnell eine Flasche Sekt und Bier getrunken. Übrigens erfordert Aufbauen hier einen erweiterten Tastsinn. Hannes hatte uns vorgewarnt - Kuhfladen in frische und getrocknet, wohin das Auge blicket. Leider blicket es um diese Zeit nicht sehr weit. So entschlossen wir uns, nur den Wohnwagen und nicht zusätzlich noch ein Zelt aufzubauen und ich habe im Auto gepennt. Als sich am nächsten Morgen das weite Rund beschaute, stellte ich fest, dass es eine weise Entscheidung war, ansonsten hätten wir auf sehr weichem Untergrund geschlafen.

Gegen 9.00 Uhr am Morgen sollte es losgehen, was aber hier nicht so verbissen gesehen wurde. Der Wettergott hatte ein Einsehen, es war warm und  ein ganz laues Lüftchen wehte, so dass sich gerade die Wirbel verteilten - also ideale Be- dingungen. Das wechselte zwar im Laufe des Tages, aber die Regeneinlagen hielten sich in Grenzen - jedenfalls aus Sicht der Wettbewerber, die Damen und Herren Schiedsrichter, die sich nicht unterstellen konnten, sahen das natürlich anders.

Wie schon angesprochen, im Kunstflug waren von den 27 Startern 3 Damen und 4 Junioren. Letzters lässt für die Zukunft hoffen. Unser Bronze-medaillengewinner in Sebnitz - Richard Kornmeier hatte sich wie es ausschaut ein neues Ziel gestellt, und das hieß Senioren. So nahm er sich diese Konkurrenz vor und landete am Schluss auf einem sehr achtbaren 10 Platz und war damit der zweitbeste deutsche Kunstflieger ! Weiter so ! Aber auch die anderen Junioren verkauften Ihre Haut teuer und erreichten akzeptable Resultate. Die beiden Juniordamen Claire (FRA) und Anne-Kristin (GER) flogen eine kleine Damenkonkurrenz, die erst im letzten Flug zu Gunsten von Anne-Kristin entschieden wurde. Dominiert wurde das Feld von den beiden Herren Beringer. Der Vater möge mir verzeihen - ich fand den Sohn besser - die Schiris sahen es anders und so gewann Gilbert vor Remi. Dritter im Bunde  - Luc.

10 Mannschaften in der Klasse F2C waren eine schöne und überschaubare Konkurrenz. Die Vize-Weltmeister und Weltrekordhalter aus Frankreich Ougen/Surugue nahmen teil und gewannen in einem spannenden Finale. Wie schon erwähnt, hatte sich ein Australier nach Pepinster "verlaufen" und ein F2C Modell mit dabei. Mr. Burfin, den Vornamen habe ich leider nicht, lieh sich mal schnell einen Piloten aus. Remi Beringer zeigte, dass er auch schnell geradeaus fliegen kann und dass es ihm auch noch sichtbar Spaß macht. Ich glaube zwar nicht, dass er dem Kunstflug untreu wird, aber zumindest war das mal ein interessantes Team.

 

Am Abend das obligatorische Banquett. Da wir etwas Ruhe nach der durchfahrenen Nacht brauchten, schmissen wir den Grill an und genossen die Ruhe des Abends, stöberten in den Photoalben und schwätzten mehr oder minder bis in die Morgenstunden.

Der kam aus der Sicht meiner Damen wieder viel zu früh.

Als ich gegen 7.00 Uhr in den Himmel schaute, war alles grau in grau. In der Nacht hatte es geregnet und auch der Wettbericht verhieß nichts Gutes. Aber erstens kommt es anders und ..... . Jedenfalls hielt das Wetter bis zur Siegerehrung, die leider erst gegen 17.30 Uhr und damit mit stark dezimierter Beteiligung stattfand.

Alles in allem ein sehr schöner Wettbewerb, an dem wir im kommenden Jahr mit Sicherheit wieder teilnehmen werden. Vielen Dank allen Organisatoren in Belgien aber auch den Schiedsrichtern und Helfern, die zum Gelingen dieser schönen Veranstaltung beitrugen.

Matthias