Zu erst einmal, wir haben einen Junioren- weltmeister in der Fuchsjagd. Gestern nach Redaktionsschluss teilte mir Andrea mit, dass Picardo Cesar aus Spanien der neue Juniorenweltmeister ist. Unseren herzlichen Glückwunsch dazu !

Dann begann das große Zittern am Vormittag. Würde der Vorsprung von Richard Kornmeier reichen, das Juniorenfinale zu erreichen, dass am Nachmittag mit den drei besten Teilnehmern ausgetragen werden sollte ? Nachdem der US-Amerikaner Robert Gruber seine Leistung vom ersten Durchgang verbessert hatte und nun vor Richard lag, wurde es ganz eng. Richard legte einen tollen Flug hin, aber 2820,5 Punkte reichten  nicht mehr für eine Steigerung. Nun kam es nur noch auf die Konkurrenz an. Der italienische Junior Gabriel Laghi legte einen guten Flug hin und dann geschah das unfassbare : Beim Ausrollen fiel das linke Rad ab ! Die Regeln sind eindeutig und hart - Verlust eines Teiles während des Fluges bedeutet Disqualifikation, für Junioren ein schmerzhaftes Erlebnis. Nun hieß es noch bangen, ob Anton Strakhov (RUS) noch in das Geschehen eingreifen konnte. Können konnte er wohl, mit einem hervorragenden Flug strapazierte er die Nerven der deutschen Mannschaft bis zum letzten, bis Susi am Computer endlich die Zahlen hatte : Mit 6 Punkten Vorsprung hatte es für Richard gereicht, um heute am späten Nachmittag gemeinsam mit Robert Gruber (USA) und Wen Li (CHI) das Juniorenfinale zu bestreiten.

Zwischenzeitlich ging das Basic-Carrier-Deck (BCD) - Fliegen weiter. Aus unseren Verein nahmen Holger und Andreas Suchi daran teil. Das Endergebnis stand allerdings erst nach Redaktionsschluss fest.

 

Natürlich gab es auch wieder einen Weltrekord. Mit 3:09,8 min stellten Ougen/Roland Surugue (FRA) ihren zweiten Weltrekord bei dieser Veranstaltung auf. Mal sehen, ob noch irgendwo ein anderer Rekord purzelt, denn das Wetter dafür ist hervorragend.

Überhaupt ging es beim Mannschaftsrennen hoch her, sehr viele sehr gute Teams trafen aufeinander und nach dem ersten Lauf stand  bis auf die Weltrekordhalter nicht fest, wer morgen im Finale stehen würde.

Gezittert wurde auch mit Uwe Degner. Er stand nach seinem zweiten Flug auf Platz 13 und 15 Teilnehmer dürfen am Finale teilnehmen. 5 potentielle Kandidaten gab es, die Uwe den Finalplatz noch streitig machen konnten. Und so bangten wir also auch am Nachmittag mit Uwe. Bei jeder Wertung, die Uwe entlastete, brandete in der deutschen Mannschaft Jubel auf. Gerade ruft Susi, dass nur noch zwei Piloten für Uwe interessant werden könnten. Na mal schauen. Dann endlich war es soweit. Um 15.26 Uhr stand fest, dass Uwe nicht mehr in Reichweite des Finales war - 15 Punkte trennten ihn von dem begehrten 15.Platz.

Langsam nimmt die Müdigkeit zu, was bei dieser Mammutveranstaltung kein Wunder ist. Wir haben bisher ca. 900 Listen verrechnet, deutlich über 1.000 Photoaufnahmen gemacht und davon rund 400 bearbeitet. Die Zahl der getrunkenen Biere verrate ich an dieser Stelle nicht, aber auch das ist Schwerstarbeit. Also kurze Pause bevor es in den zweiten Teile des Tages geht.

 
 

Bei den Speedfliegern wird gepokert, was das Zeug hält. Am Vormittag wollte fast keiner fliegen, alle schielten auf die Wetterbesserung am Nachmittag und nutzen dafür den zweiten Versuch. So warten wir umsonst auf die Möglichkeit für Photos der potentiellen Weltmeisterschaftskandidaten. Und  dann geht es Schlag auf Schlag. Rene Birnstein fliegt hervorragende 279,9 km/h und liegt für 16 Minuten auf Platz eins bevor Matthew Hart (GBR)  und danach nochmals Hugh Simons aus Australien 286,1 km/h kontern.  Trotzdem, für unseren Rene eine hervorragende Leistung, an der sein Vater einen riesengroßen Anteil hat.

 
   

Am Nachmittag die zweiten Semifinale in der Klasse F2C. Danach steht es fest. Das Finale am morgigen Tag bestreiten : Thierry Ougen/Roland Surugue (FRA), Yuri Shabashov/Serguei Moskalev (RUS) und Yuriy Bondarenko/Semen Lerner (UKR).

Und dann Show down bei der deutschen Mannschaft - Juniorenfinale im Kunstflug. Dreimal durften die drei antreten bevor es feststand : Juniorenweltmeister im Kunstflug 2002 wurde mit Li Weng aus China vor Rob Gruber USA und Richard Kornmeier Deutschland. Allen dreien den herzlichsten Glückwunsch besonders aber unserem Junior Richard Kornmeier, dessen enormer Trainingsfleiß im letzten Jahr einen verdienten Lohn fand.

So, nun die vorletzte Übertragung ins Internet.

Bis dann Matthias